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Bachblüten PDF Drucken E-Mail
Dr. Heidi Kübler – 11.07.2007 / Textquelle www.ggtm.de

Die Bach-Blüten-Therapie für Tiere ist bei Tierhaltern in den letzten beiden Jahrzehnten sehr populär geworden. Orientiert man sich an den vielen Ratgebern, die inzwischen auf dem Büchermarkt zu erhalten sind, könnte man mit Bach-Blüten einfach alles heilen. Doch wie jedes andere Therapieverfahren hat die Bach-Blüten-Therapie ihre Einsatzgebiete und Grenzen. Tierbesitzer können diese oft genug nicht richtig einschätzen. Umso wichtiger ist es, dass Tierärztinnen und Tierärzte sich mit der Bach-Blüten-Therapie auseinandersetzen und Tierhaltern ein qualifiziertes Beratungs- und Therapieangebot machen können.

Ursprünge der Bach-Blüten-Therapie

Die Bach-Blüten-Therapie wurde nach ihrem Begründer, dem englischen Arzt Dr. Edward Bach (1886-1936), benannt. Nach seinem Medizinstudium in Birmingham und London arbeitete er zunächst in der Unfallchirurgie. Diese für ihn unbefriedigende Tätigkeit gab er – nicht zuletzt wegen einer schweren Erkrankung – zugunsten der Mikrobiologie auf. Er beschäftigte sich intensiv mit Darmbakterien-präparaten (1914-1919) und entwickelte daraus Vakzinen. Während seiner Anstellung am London Homoepathic Hospital (1919-1929) kam er mit Hahnemanns Schriften in Kontakt und entwickelte aus seinen Darmbakterienvakzinen nun homöopathische Präparate, die heute noch als Bach-Nosoden erhältlich sind. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gab er alles bis dahin Erreichte auf und wandte sich ganz der Suche nach rein pflanzlichen Heilmitteln für Menschen zu. Er entwickelte ein geschlossenes System mit 38 verschiedenen pflanzlichen Einzelmitteln und einem Kombinationsmittel, der Nummer 39 – Rescue Remedy, Notfalltropfen.
Dieses Kombinationsmittel – Rescue Remedy – ist das heute wohl bekannteste Bach-Blüten-Präparat und besteht aus den Essenzen von fünf verschiedenen Pflanzen (Nr. 6 Cherry Plum, Nr. 9 Clematis, Nr. 18 Impatiens, Nr. 26 Rock Rose, Nr. 29 Star of Bethlehem). Einsatzgebiet von Rescue Remedy sind alle akuten körperlichen und psychischen Notfallsituationen bei Mensch und Tier. Damit kann der Tierbesitzer die Zeit überbrücken, bis eine gründliche Untersuchung und ordnungsgemäße Behandlung durch einen Tierarzt erfolgt, d.h. er kann das Mittel bereits auf dem Weg zum Tierarzt anwenden. In der Tierarztpraxis sehr ängstliche Tiere werden durch Rescue schnell beruhigt, schockanfällige Nager, die vor einer Untersuchung die Rescue Tropfen erhalten, lassen Manipulationen besser über sich ergehen.
Clematis
Clematis

Dr. Edward Bachs Vision zu einer Zeit, als Krankenversicherungssysteme in der heutigen Ausprägung erst in Anfängen gab, ging dahin, eine einfache und preiswerte Therapie für alle Menschen zu schaffen, die jeder mit guter Beobachtungsgabe an sich selbst und seiner Familie anwenden könne. Er war überzeugt, dass allen körperlichen Erkrankungen Disharmonien im Seelenleben vorausgehen. Als eigentliche Grundkrankheiten des Menschen sah er Charakterschwächen wie Stolz, Grausamkeit, Hass, Egoismus, Unwissenheit, Unsicherheit und Habgier an. Wenn man bereits diese seelischen Disharmonien behandelt, muss der Mensch erst gar nicht krank werden, so glaubte er. Wir können Dr. Bach heute als Vorläufer der Psychoneuroimmunologie betrachten – einer Forschungsrichtung, die sich erst in den letzten Jahren etabliert hat und die sich mit den Wechselbeziehungen von Körper, Seele und Geist beschäftigt.

Einordnung der Bach-Blüten-Therapie

Die Bach-Blüten-Therapie wird heute unter die zahlreichen Behandlungsverfahren der Regulationsmedizin eingeordnet, unter Verfahren der Informationstherapie. Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen über die Bach-Blüten, ebenso wenig existieren vergleichende Resultate aus der klinischen Forschung – weder beim Menschen noch bei Tieren. Die im Handel erhältlichen Bach-Blüten-Konzentrate (stockbottles), aus denen durch Verdünnung individuelle Einnahmemischungen hergestellt werden, sind keine Medikamente im klassischen Sinne. Sie enthalten chemisch nur Wasser und Alkohol zur Konservierung. Es gibt auch keine definierten Dosis-Wirkungs-Beziehungen – für die Wirksamkeit ausschlaggebend ist die regelmäßige Gabe der Blütenmischung.
Durch spektroskopische Untersuchungen können die einzelnen Blüten-Präparate voneinander unterschieden werden. Solche Untersuchungen werden jedoch aus Kostengründen nicht im größeren Maßstab durchgeführt.

Informationsspeicherung und Wirkung von Bach-Blüten-Präparaten

Aufgrund der Besonderheiten des Wassers (Fähigkeit zur Clusterbildung) können die Informationen der einzelnen Blüten im Wasser gespeichert werden (ebenso funktioniert die Informationsspeicherung bei Homöopathika). Durch Schütteln beim Zubereiten der Einnahmemischung breiten sich Informationen der Pflanzen im Wasser aus und werden darin gespeichert. Alkohol dient einzig und allein der Konservierung.
Durch die Anwendung von Bach-Blüten-Präparaten werden einem Patienten energetische Muster zugeführt, mit denen der kranke Organismus in Resonanz treten kann. Da das menschliche Frequenzspektrum von < 1 Hz bis zu über 1018 Hz reicht und es beim Tier ähnliche sein dürfte, können unzählige Resonanzphänomene auftreten.
Daher spielt es bei der Anwendung auch überhaupt keine Rolle, ob die Tropfen unter Futter oder Wasser gemischt werden oder ob man sie dem Tier einfach auf Kopf, Rücken oder Pfoten tropft. Um Veränderungen zu bewirken, ist allein die Regelmäßigkeit der Gabe ausschlaggebend, nicht die Menge.

Welche Pflanzen werden für Bach-Blüten verwendet?

Für Bach-Blüten-Präparate werden die 37 von Dr. Edward Bach gefundenen wild wachsenden, ungiftigen Blumen, Büsche und Bäume verwendet und Wasser aus einer heilkräftigen Quelle. Die original englischen Bach-Blüten werden auch heute noch an den Standorten gesammelt und zubereitet, die bereits Bach für seine Präparate verwendet hat. Auch die von Bach angewandten Herstellungsverfahren werden bis heute unverändert benutzt. Bei den Pflanzen handelt es sich weder um bekannte Arzneipflanzen noch um Pflanzen, die in der menschlichen oder tierischen Ernährung eine große Rolle spielen.
Die Mittel werden mit ihren englischen Eigennamen bezeichnet und zusätzlich nach alphabetischen Gesichtspunkten von 1-39 nummeriert. So wird z.B. Agrimony (deutsch: Odermennig) als Nr. 1 bezeichnet, Mimulus (deutsch: Gefleckte Gauklerblume) als Nr. 20, Willow (deutsch: Weide) als Nr. 38.

Indikationen der Bach-Blüten-Therapie

Vor einer Behandlung mit Bach-Blüten sollte ein Tier grundsätzlich sorgfältig klinisch untersucht werden. Denn hinter vielen vermeintlichen Verhaltensänderungen stecken ernstzunehmende Erkrankungen im Anfangsstadium wie z.B. Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, bei denen eine Bach-Blüten-Therapie nicht die Therapie der ersten Wahl ist, sondern andere Therapieverfahren zum Einsatz kommen müssen. Sind Katzen in der Wohnung unsauber, ist unbedingt eine Cystitis vor einer Bach-Blüten-Behandlung abzuklären.
Domäne der Bach-Blüten-Therapie ist in erster Linie der Bereich psychischer und psychosomatischer Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen. Ebenso können chronische Erkrankungen, Entwicklungsstörungen, Altersbeschwerden und rezidivierende Gesundheitsprobleme damit oft positiv beeinflußt werden. Viele der Probleme, die das Zusammenleben von Mensch und Tier erheblich stören, sind zwar keine ernsthaften Erkrankungen, doch sie belasten sowohl das Tier wie auch den Menschen und können irgendwann einmal auch zu schweren körperlichen Erkrankungen führen. Ein Hund, der bei jedem lauten Geräusch aufschreckt oder in Panik davonrennt, befindet sich im Dauerstress, eine Katze, die sich nach einem Umzug in der neuen Umgebung nicht zurechtfindet, ebenso. Dauerstress beeinträchtigt bekannter maßen die Funktionen des Immunsystems und kann zu Erkrankungen führen.
Die Bach-Blüten-Therapie wird bei vielen eher psychischen Problemen oder bei chronischen und immer wiederkehrenden Erkrankungen als alleinige Therapie oder als Zusatz zu anderen Behandlungsverfahren eingesetzt. Psychische Probleme eines Tieres haben zudem in einer Zeit, in der das Tier mehr und mehr als Familienmitglied betrachtet wird und sehr eng mit seinen Menschen zusammenlebt, einen ganz anderen Stellenwert erhalten als vor 50 Jahren.
Eine optimal zusammengestellte Bach-Blüten-Therapie wirkt bei Tieren ausgleichend auf Extremverhalten, so dass Mensch und Tier gut damit leben können. Voraussetzung dafür ist natürlich eine art- und tiergerechte Haltung.
Wenn bei langwierigen und schweren Erkrankungen bewährte Therapien nur langsam Besserung bringen, weil das Tier erschöpft ist und vielleicht innerlich sogar schon resigniert hat, kann man mit Bach-Blüten zusätzlich die Psyche des Tieres stabilisieren. Allerdings sollten solche Fälle nur von regulationsmedizinisch erfahrenen und spezialisierten Tierärzten/-innen therapiert werden, die ggfs. erweiterte diagnostische Möglichkeiten wie z.B. bioenergetische Testverfahren einsetzen. Auf keinen Fall dürfen lebensnotwendige Medikamente einfach abgesetzt werden, um alleine mit Bach-Blüten zu therapieren.

Kontraindikationen der Bach-Blüten-Therapie

Bei allen Erkrankungen, bei denen die körpereigene Selbstregulation nicht mehr funktioniert, sind Bach-Blüten als alleinige Therapie nicht angezeigt. So braucht z.B. der Diabetiker sein Insulin, ein Tier im Schock eine adäquate Schockbehandlung, ein Tier mit starkem Blutverlust eine Bluttransfusion, bei einer Fraktur muss der Knochen nach Möglichkeit durch osteosynthetische Maßnahmen in seine richtige anatomische Lage gebracht werden, damit er gerade zusammenwachsen kann.
Auch wenn Tiere nicht art- und tiergerecht gehalten und ernährt werden, können Bach-Blüten nur dann helfen, wenn gleichzeitig die Haltungs- und Ernährungsbedingungen verändert werden. Folgen von Mangelernährung wie z.B. Knochenprobleme durch nicht ausgewogene Mineralstoffversorgung können durch Bach-Blüten nicht ausgeglichen werden.
Wenn das Problem oder Fehlverhalten eines Tieres mit Spannungszuständen in seinem unmittelbaren Umgebung zusammenhängt, denen es nicht ausweichen kann,
können Bach-Blüten alleine auch nicht helfen. Hat eine Katze Angst vor kleinen Kindern und kann sich nicht auf Plätze zurückziehen, an die die Kinder nicht herankommen, kann eine vorhandenes Aggressionsproblem durch die Gabe von Bach-Blüten nicht beeinflußt wird.
Selbst wenn Tierhalter eine Bach-Blüten-Therapie – aus welchen Gründen auch immer – ablehnen, kann die energetische Blockade so stark sein, dass die Blüten bei seinem Tier keine Veränderung bewirken.

Zubereitung von Blütenmischungen

Tierärzte können im Handel Bach-Blüten-Konzentrate (die sog. „stockbottles“) beziehen, für die von ihnen behandelten Tiere Bach-Blüten-Mischungen selbst herstellen und sie mit entsprechender Kennzeichnung an den Tierbesitzer abgeben.
Neben den original englischen Bach-Blüten, die nach AMG apothekenpflichtige Arzneimittel sind, gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Anbietern, die Blütenessenzen unterschiedlichster Herkunft anbieten, die nicht dem Arzneimittelgesetz unterliegen, sondern rechtlich eher als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft werden. Da es bisher keine Richtlinien für die Qualitätskontrolle solcher Präparate gibt, empfiehlt es sich, mit den schon lange Jahre bewährten Präparaten zu arbeiten.
Bachblüten
Als Trägersubstanz wird in der Regel eine Alkohol-Wasser-Mischung (3 Teile Wasser, 1 Teil Brandy oder ein anderer 40-45 prozentiger Alkohol) verwendet. Der Alkohol darin dient zur Konservierung und kann auch durch Obstessig ersetzt werden. Soll eine Blütenmischung nur für kurze Zeit (wenige Tage bis eine Woche) angewandt werden, kann auf eine Konservierung verzichtet werden.
Auf je 10 ml dieser Trägersubstanz gibt man von jeder ausgewählten Blüte 2 Tropfen aus der „stockbottle“ in eine Pipettenflasche oder eine Glasflasche mit Tropfvorrichtung. Von den Notfalltropfen (Nr. 39 – Rescue Remedy) gibt man 4 Tropfen auf 10 ml Trägersubstanz. Wenn alle ausgewählten Blüten in die Alkohol-Wasser-Mischung getropft sind, verschließt man die Flasche und schüttelt sie kräftig. Nach ordnungsgemäßer Kennzeichnung hat man dann Bach-Blüten-Einnahme-Mischung.

Dosierung und Anwendung

Die Bach-Blüten-Therapie ist eine Individualtherapie. Eine Blütenmischung wird immer für ein bestimmtes Individuum mit einem bestimmten Problem hergestellt. Ebenso wird die Dosierung – sowohl was die Menge, die Häufigkeit der Gabe und die Dauer der Verabreichung angeht – dem zu behandelnden Tier und seinem Zustand angepaßt.
Folgende Dosierungsrichtlinien können gegeben werden:
  • Kleintiere: Erwachsene Tiere erhalten i.d.R. 4 x täglich 4 bis 5 Tropfen, Welpen und Jungtiere bis zu 4 x täglich 3 Tropfen, Neugeborene und Tiere in den ersten Lebenswochen bis zu 4 x täglich 1 bis 3 Tropfen. Bei sehr kleinen Tieren wie z.B. Hamstern oder Wellensittichen kann man die Tropfenzahl und die Häufigkeit der Gaben entsprechend reduzieren.
  • Großtiere (Pferde): Erwachsene Tiere erhalten i.d.R. 4 x täglich 10 Tropfen, Jungtiere bis zu 4 x täglich 5 bis 6 Tropfen, Neugeborene jeweils 4 bis 5 Tropfen pro Gabe.
Bei lebensmittelliefernden Tieren wie z.B. Rind, Schwein, Schaf, Ziege oder Pferde mit entsprechender Kennzeichnung im Equidenpass dürfen die apothekenpflichtigen Bach-Blüten-Präparate aus arzneimittelrechtlichen Gründen nicht angewandt werden.
Eine Gefahr der Überdosierung mit ernsthaften Nebenwirkungen besteht nicht. Auch wenn die Blütenmischung einmal aus Versehen zu oft gegeben wird oder zu viele Tropfen aus der Tropfvorrichtung kommen, ist das für das Tier nicht gefährlich. Als unerwünschte Wirkungen können dann evtl. Müdigkeit oder das Gegenteil – Überaktivität – auftreten.
Die Tropfen sollten nach Möglichkeit immer ohne irgendwelchen Zwang verabreicht werden. Man kann sie entweder auf einen Leckerbissen tropfen, direkt in die Lefzen geben, auf einer gut erreichbaren Hautpartie auftropfen und leicht einmassieren oder unter Wasser oder Futter mischen.
Will sich ein Tier mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln der Anwendung der Bach-Blüten-Mischung entziehen, so sollte zunächst noch einmal überprüft werden, ob das Tier nicht andere Blüten benötigt. Denn Tiere haben ein noch viel besseres Gespür dafür, was ihnen guttut, als wir Menschen.

Dauer einer Bach-Blüten-Behandlung

Als Faustregel gilt: Je akuter ein Problem ist, desto kürzer ist auch die Behandlungsdauer und desto einfacher ist die Auswahl der passenden Blüten. Kommt die Katze nach einem Katzenkampf völlig verstört nach Hause, verkriecht sich und will sich nicht beruhigen, so kann eine auf diese Situation hin ausgewählte Blütenmischung diesen Schock innerhalb von 2-3 Tagen auflösen und das Verhalten der Katze normalisieren.
Ergreift der Hund schon jahrelang bei plötzlichen lauten Geräuschen im Freien die Flucht oder hat schon Jahre bei Feuerwerk Panikattacken, kann eine Dauertherapie von mehreren Monaten bis hin zu Jahren notwendig werden, wobei die Auswahl der benötigten Bach-Blüten in regelmäßigen Abständen von einem erfahrenen Therapeuten überprüft werden sollte. In vielen Fällen kann eine Bach-Blüten-Mischung prophylaktisch vor bestimmten zu erwartenden Situationen gegeben werden, um Panikreaktionen zu vermeiden.
Wenn das zu behandelnde Problem gelöst ist und sich das Verhalten des Tieres normalisiert hat, können die Bach-Blüten abgesetzt werden. Kommt es dann einige Zeit nach dem Absetzen zu einem Rückfall, kann dieser i.d.R. durch kurzzeitige Gabe der vorher angewandten Blütenmischung wieder gebessert werden kann.
Bei chronisch kranken Tieren oder Tieren, die wegen bestimmter Störungen bereits erfolglos mit den unterschiedlichsten Therapieverfahren behandelt wurden, sollte auf jeden Fall an einen Experten mit langjähriger Erfahrung in der Bach-Blüten-Therapie überwiesen werden. In solchen Fällen ist in regelmäßigen Abständen eine Neubestimmung der benötigten Bach-Blüten notwendig, denn viele problematische Zustände haben eine eigene Dynamik und verändern sich im Laufe der Zeit.
Die Behandlung von chronischen Erkrankungen läuft nach dem „Zwiebelprinzip“ ab: Durch die konsequent über längere Zeit durchgeführte Bach-Blüten-Therapie mit regelmäßiger Neubestimmung der Blüten wird das Krankheitsgeschehen Schicht für Schicht aufgearbeitet wie bei einer Zwiebel, bei der beim Schälen Schale um Schale entfernt wird. Unter jeder Schicht können wieder andere – in einer früheren Zeit bereits einmal dagewesene – Zustände zum Vorschein kommen und therapierbar werden.

Therapieerfahrungen

Mit der Bach-Blüten-Therapie kann vielen Tieren geholfen werden, die zwar körperlich nicht oder nicht schwer erkrankt sind, die aber Verhaltensweisen oder Eigenheiten zeigen oder entwickeln, unter denen sie selbst, aber auch ihre Halter, offensichtlich leiden.
Schwer oder unheilbar erkrankte Tiere können durch den Einsatz von Bach-Blüten psychisch stabilisiert werden. Selbst wenn eine Heilung nicht möglich ist oder das Tier lebenslang starke Medikamente bekommen muss, kann eine gut gewählte Bach-Blüten-Mischung die Lebensqualität dieser Tiere erhöhen. In manchen Fällen ermöglichen Bach-Blüten einem sterbenskranken Tier ein sanftes Einschlafen oder helfen dem Tierbesitzer, den richtigen Zeitpunkt für eine Euthanasie zu bestimmen.
Alles in allem ist die Bach-Blüten-Therapie in den Händen gut ausgebildeter Tierärzte/-innen eine Bereicherung ihrer Therapiemöglichkeiten.
Als Orientierungshilfe nachfolgend eine kurze Beschreibung der Blütenbilder:
  • 1 Agrimony (Odermennig): Tiere tun vieles um des lieben Friedens willen, konfliktscheu, sind um Ruhe und Harmonie in ihrer Umgebung bemüht.
  • 2 Aspen (Zitterpappel): Tiere haben unbestimmbare Ängste, zeigen allgemein ein ängstliches Naturell, erschrecken sich grundlos.
  • 3 Beech (Rotbuche): Tiere sind im höchsten Maße intolerant, ablehnend gegen Artgenossen und Menschen.
  • 4 Centaury (Tausendgüldenkraut): Tiere lassen sich beeinflussen, weil sie extrem gutmütig, lieb und willensschwach sind.
  • 5 Cerato (Bleiwurz): Tiere sind unsicher, unentschlossen, weil ihnen ein natürliches Selbstvertrauen fehlt.
  • 6 Cherry Plum (Kirschpflaume): Tiere zeigen unterdrückte Ängste, die sich in unkontrollierten Temperamentsausbrüchen äußern können.
  • 7 Chestnut Bud (Knospen der Roßkastanie): Tiere sind nicht in der Lage, aus gemachten Erfahrungen zu lernen, machen immer wieder die gleichen Fehler.
  • 8 Chicory (Wegwarte): Tiere verhalten sich übertrieben fordernd gegenüber ihrer Umgebung, versuchen dauernd, auf sich aufmerksam zu machen.
  • 9 Clematis (Weiße Waldrebe): Tiere sind insgesamt teilnahmslos und scheinen abwesend; „Tagträumer“.
  • 10 Crab Apple (Holzapfel): Tiere fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut, sind heikle Fresser, putzen sich dauernd.
  • 11 Elm (Ulme): Tiere wirken phasenweise erschöpft z.B. nach ungewohnten Anstrengungen, einer anstrengenden Turniersaison.
  • 12 Gentian (Herbstenzian): Tiere sind unsicher, weil mißtrauisch und leicht zu entmutigen, lassen sich durch schlechte Erfahrungen übermäßig beeindrucken.
  • 13 Gorse (Stechginster): Tiere sind resigniert, kraftlos und müde, haben sich selbst aufgegeben, sind körperlich schwer erkrankt.
  • 14 Heather (Schottisches Heidekraut): Tiere sind übertrieben aufdringlich und selbstbezogen, eher unsicher, wollen immer Aufmerksamkeit haben.
  • 15 Holly (Stechpalme): Tiere neigen zu unkontrollierten Reaktionen und Angriffen, wenn ihnen etwas nicht passt, sind schnell eifersüchtig.
  • 16 Honeysuckle (Geißblatt): Tiere, die sich schwer von vergangenen Zeiten lösen können, die mit neuen Situationen nicht zurechtkommen, die Heimweh haben.
  • 17 Hornbeam (Weißbuche): Antriebsschwache Tiere, scheinen zu schwach, ihr Leben zu bewältigen.
  • 18 Impatiens (Drüsentragendes Springkraut): Ungeduldige und hektische Tiere, die leicht gereizt sind und zu überschießenden Reaktionen neigen.
  • 19 Larch (Lärche): Tiere haben wenig Selbstvertrauen, fühlen sich anderen immer unterlegen, sind extrem unsicher.
  • 20 Mimulus (Gefleckte Gauklerblume): Tiere haben Angst vor konkret zu benennenden Dingen oder in genau zu beschreibenden Situationen.
  • 21 Mustard (Wilder Senf): Tiere zeigen Phasen von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit ohne erkennbaren Grund, sind depressiv.
  • 22 Oak (Eiche): Tiere sind erschöpft durch Überarbeitung, sind richtiggehende „Arbeitstiere“, können nicht aufhören zu arbeiten.
  • 23 Olive (Olivenbaum): Tiere sind physisch und psychisch vollkommen erschöpft und kraftlos, haben sich völlig verausgabt.
  • 24 Pine (Schottische Kiefer): Tiere wirken geduckt, unterwürfig, ordnen sich schnell unter, sind übertrieben ergeben.
  • 25 Red Chestnut (Rote Kastanie): Überfürsorgliche Tiere, die sich übertrieben um ihre Welpen, ihre Spielkameraden oder ihre Besitzer kümmern, sie haben Angst um sie; können übersteigerten Schutztrieb entwickeln.
  • 26 Rock Rose (gelbes Sonnenröschen): Für Tiere in akuten, genau zu beschreibenden körperlichen und seelischen Paniksituationen.
  • 27 Rock Water (Wasser heilkräftiger Quellen): Tiere nehmen die ihnen gestellten Aufgaben zu ernst, zeigen eine gewisse Starrheit in ihrem Verhalten, sind unflexibel.
  • 28 Scleranthus (Einjähriger Knäuel): Tiere sind unsicher, weil innerlich unausgeglichen, neigen von einem Moment auf den anderen zu extremen Stimmungsschwankungen.
  • 29 Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern): Für Tiere, die durchgemachte schlechte Erfahrungen noch nicht verkraftet haben; hilft bei der adäquaten Verarbeitung traumatischer Erlebnisse.
  • 30 Sweet Chestnut (Eßkastanie): Tiere, die sich völlig aufgegeben haben, die sich nach langen Leiden zurückziehen, keine Anteilnahme mehr zeigen.
  • 31 Vervain (Eisenkraut): Hyperaktive, willensstarke Tiere, die immer zu Aktivitäten auffordern; der „Anführer“.
  • 32 Vine (Weinrebe): Tiere sind sehr dominant, ehrgeizig, herrschsüchtig, zwingen ihrer Umgebung ihren Willen auf; der „Tyrann“.
  • 33 Walnut (Walnuß): Für Tiere, bei denen durch wechselnde Lebensumstände eine innere Labilität vorhanden ist, sie kommen mit Veränderungen ihrer Lebenssituation nicht sofort klar; hilft Tieren sich an veränderte Lebensumstände anzupassen.
  • 34 Water Violet (Sumpfwasserfeder): Tiere, die einen unnahbaren Eindruck machen, erscheinen stolz und überlegen, sind Einzelgänger.
  • 35 White Chestnut (Roßkastanie): Tiere sind unkonzentriert und unruhig, erscheinen innerlich angespannt und nicht bei der Sache.
  • 36 Wild Oat (Waldtrespe): Tiere mit vielseitigen Begabungen sind unsicher, weil unzufrieden, gelangweilt und launisch, fehlende Ausdauer.
  • 37 Wild Rose (Heckenrose): Tiere sind völlig apathisch, zeigen kein Interesse mehr am Leben, lassen alles über sich ergehen.
  • 38 Willow (Gelbe Weide): Tiere sind immer mißtrauisch, mißmutig, schlecht gelaunt, ziehen sich sofort beleidigt in ihren Schmollwinkel zurück.
  • 39 Rescue Remedy – Notfalltropfen: bestehen aus folgenden fünf Blüten: 29 Star of Bethlehem, 26 Rock Rose, 18 Impatiens, 6 Cherry Plum, 9 Clematis. Können bei allen akuten körperlichen und seelischen Notfallsituationen als Erstbehandlung eingesetzt werden. Rescue Remedy-Tropfen ersetzen nicht eine notwendige Untersuchung durch den Tierarzt.